Wer ist Nick Hannig

Nick Hannig: Mr. Business, K.O.-König, Profiboxer mit Kämpferherz

Wenn Nick Hannig zum Kampf bittet, steigt Mr. Business in den Ring. Auf die Aktien der Gegner setzt er allerdings kaum, denn die fallen – und meistens bis zum Boden, denn: Nick gewann alle sieben seiner bisherigen Profikämpfe, vier davon durch K.O. Beeindruckend? Dann erfahre hier mehr über den Sportler und den Menschen hinter dem WBC-Titel.

Vom Amateur zum WBC International Titel im Leichtschwergewicht

Alle Spots auf den Ring, die Fäuste hoch über dem Kopf, die Masse tobt – für diesen Moment lebt, arbeitet, kämpft jeder Boxer. Für Nick sollte dieser Traum am 9.2.2019 erstmals in Erfüllung gehen: Nirgendwo anders als in seinem Wohnzimmer Berlin wurden all die Mühen, der Schweiß und die Schmerzen mit dem WBC International Titel belohnt.

 

Wer im Boxsport Erfolge feiert, hat auch eine Geschichte zu erzählen – und die von Nick Hannig ist spannend und wendungsreich wie ein Titelkampf über zwölf Runden.

 

Begonnen hat Nick seine Karriere als Sportler eigentlich mit Leichtathletik und Judo. Vielleicht war das bereits eine Fügung? Schließlich zeichnen ihn heute Kampfgeist und Durchhaltevermögen aus. Zwei Qualitäten, die für internationale Titel im Boxen wohl unverzichtbar sind. So wundert es wenig, dass er bereits mit zehn Jahren diesen Sport für sich entdeckte.

Zwei Jahre später

Nur zwei Jahre später stieg er das erste Mal für einen Kampf in den Ring (SV Stahl Schöneweide unter Trainer Jörg Schneider) – und startete damit eine lange Karriere von Siegen und Erfolgen:

 

  • 2000 Berliner Meister

  • 2001 Vize-Meister

  • 2002 Berliner Meister

  • 2002 3. Platz DM

  • 2003 Berliner Meister

  • 2003 Deutscher Meister

  • 2003 Teilnahme EM in Kaunas (Litauen)

  • 2004 Berliner Meister

  • 2005 Regional-Meister Nord-West

  • 2005 Deutscher Meister

  • 2006 Berliner Meister

  • 2007 Berliner Meister

  • 2008 Berliner Meister

  • 2008 Regional-Meister

Außerdem war er mehrere Jahre in der Bundesliga und Oberliga für Hertha BSC aktiv und gewann mit dem Verein 2009 den Meistertitel. Daneben boxte er regelmäßig für die Nationalmannschaft und bestritt Länderkämpfe in Frankreich, Dänemark, Israel, Litauen, Estland und Polen.

 

Das alles führte zu einer beeindruckenden Bilanz als Amateur: 100 Kämpfe, 81 Siege 5 Unentschieden bei nur 14 Niederlagen. Kein Wunder, dass Nick vom Publikum gefeiert und von Gegnern gefürchtet wurde.

  • Nick Hannig als Profiboxer

    Die Erfolge als Amateur waren stark – doch es gibt einen Traum im Leben eines jeden Boxers: Profi werden. Doch wer nur träumt, wird sich diesen Wunsch nie erfüllen können. Also hieß es Schweiß im Trainingsraum statt Sommerregen im Tiergarten, Boxsack statt Sofakissen, Cut einstreichen statt Katze streicheln. Am 25.03. 2017 und mit 30 Jahren war es soweit, Nick betrat den Boxring zum ersten Mal als Profi – und machte dort weiter, wo er als Amateur aufgehört hatte: Gegner auf die Bretter schicken.

     

    Seitdem liest sich eine lupenreine Bilanz viel schöner als im Traum: sieben Kämpfe, sieben Siege, vier davon durch K.O. Seit 2019 ist Nick außerdem Träger des WBC International Titels im Leichtschwergewicht. Sein Trainer ist  sein Vater Andreas Hannig, der seinen Sohn von der Jugend an gefördert hat.

  • Nick Hannig privat

    Irgendjemand hat mal gesagt, wer mit 30 noch Profi wird, ist entweder verzweifelt oder verdammt gut. Von Verzweiflung ist bei Nick nichts zu spüren, dafür umso mehr von seiner Klasse. Auch privat zeigt er sich bestens aufgestellt. Der gelernte Konstruktionsmechaniker betreibt einen eigenen Boxclub und ist mit seiner Firma für Sicherheit und Personenschutz selbstständig. Eine ungewöhnliche Karriere für einen Boxer? Mr. Business eben!

    Privat setzt er als echter Kämpfer Zeichen für Gerechtigkeit und Respekt, nicht nur in seiner Funktion als Inhaber einer Sicherheitsfirma. Auch das gehört schließlich dazu, wenn man ein Guter sein will oder besser: der Beste.

  • Die Vision: der Beste sein

    Was treibt einen Boxer an, mit 30 Jahren den Schritt zum Profi zu wagen – und erfolgreich zu sein? Ein Traum, eine Vision. Nick wollte beweisen, dass er zur Weltspitze gehören kann. Gegner K.O., Beweis gelungen.

     Diese unglaubliche mentale Stärke ist es, die Nick auszeichnet. Wenn das Leben ihm eine Herausforderung stellt, duckt er sich nicht weg, er baut höchstens eine gute Deckung auf – und dann schlägt er zurück.

Apropos schlagen:

Während seine Fäuste es auf den sportlichen Gegner abgesehen haben, schlägt sein Herz für seine Heimatstadt Berlin (genauer: Königs Wusterhausen, daher K.O.-König). Eine Liebe, die ihm seine zahlreichen Anhänger wiedergeben: Seine Heim-Auftritte sind begehrte Veranstaltungen, sogar nach Dänemark pilgern seine Fans mittlerweile.